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FDP Görlitz: CDU kapituliert offenbar vor eigener Bildungspolitik

 Befremdet über den Vorschlag des CDU-Fraktionsvorsitzenden und CDU-Landesvize Frank Kupfer zeigt sich die FDP Görlitz. Deren stellvertretende Vorsitzende Kristin Schütz sagt:„Ich bin entsetzt über soviel Ignoranz aus Dresden. Eine Lehrerausbildung ohne reguläres Abitur ist ein Unding und erinnert an die Zeit von 1946, der Neulehrer. Die CDU kapituliert offenbar vor ihrer eigenen Bildungspolitik,

 mit Blick auf die ausreichende Lehrerausbildung und Lehrereinstellung. Kinder in ganz Sachsen, und nicht nur in Dresden haben Anspruch auf eine umfassende Bildung. Diese Bildung ist von Lehrern zu vermitteln, die selbst eine grundlegende Allgemeinbildung über dem Niveau eines Realschulabschlusses haben.

Die FDP Görlitz fordert Lehrer mit vollem regulären Lehramtsstudium für alle, statt Lehrer mit Schmalspurabitur für den ländlichen Raum.

Kupfer hatte vorgeschlagen, Oberschülern mit einem Realschulabschluss von 1,0 einen Studienplatz für Mathe und Physik anzubieten - nach einem Abitur in nur einem Jahr. Im Gegenzug müsste sich der Schüler verpflichten, danach im ländlichen Raum zu unterrichten.


Während der CDU/FDP Koalition in Dresden, machte die FDP Druck und verlangte mehr Lehrereinstellungen. Unter ihrer Federführung wurde die Grundschullehrerausbildung in Chemnitz wieder eingeführt. Der damalige Kultusminister Wöller (CDU) trat nach der Offenlegung der tatsächlichen Lehrerzahlen 2012 zurück.

19.03.2016