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FDP Löbau wählt neuen Vorstand

Christine Schlagehan als Vorsitzende des Ortsverbandes Löbau gewählt

Die Löbauer Liberalen haben auf ihrer Mitgliederversammlung am 14. Februar 2011 turnusgemäß ihren Vorstand neu gewählt. Neue Vorsitzende des FDP-Ortsverbandes Löbau ist Christine Schlagehan. Die 35jährige Großschweidnitzerin ist Vorsitzende der Liberalen Frauen Sachsen und kandidierte bei der letzten Landtagswahl als Direktkandidatin für die FDP. Sie löst André Pochanke aus Lawalde in dieser Position ab, der als Vorsitzender des FDP-Kreisverbandes Görlitz nicht mehr zur Wahl angetreten war.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden wurde Günther Kneschke aus Obercunnersdorf wiedergewählt. Den Vorstand komplettieren Andreas Seewald (Stadtrat aus Löbau), Mathias Grundmann (Gemeinderat aus Lawalde) und Frank Schlagehan (Großschweidnitz).

Ein weiterer Schwerpunkt der Mitgliederversammlung war die Beschlussvorlage der sächsischen Staatsregierung zur Staatsmodernisierung und die damit verbundenen, erheblichen Nachteile der Stadt Löbau.

Die Mitglieder beschlossen einstimmig, für den Behördenstandort Löbau zu kämpfen. Sie sehen sich dabei vor allem auch als Mittler zwischen den Löbauern und den Entscheidungsträgern in Dresden. Das erste Ziel soll nun sein, mit Landtagsabgeordneten der Regierungsparteien vor Ort über das Ausmaß und die Konsequenzen der geplanten Umstrukturierungen zu diskutieren. Entsprechende Veranstaltungen werden kurzfristig organisiert und bekanntgegeben. Dazu die neu gewählte Ortsvorsitzende Christine Schlagehan: "Die Staatsmodernisierung als solche ist notwendig und eines der zentralen Wahlversprechen der sächsischen FDP. Als Liberale stehen wir prinzipiell hinter diesem Vorhaben. Als Löbauer kritisieren wir jedoch, die aus unserer Sicht sehr einseitige Verteilung der Lasten. Die Stadt Löbau ist seit der Wende aus fast jeder Verwaltungsreform als Verliererin hervorgegangen. Sie und ihre Bürger haben damit bereits einen überproportional hohen Anteil zu einer modernen Verwaltungsstruktur in Sachsen geleistet. Es ist an der Zeit, dass auch andere, vor allem auch die Profiteure vergangener Reformen, ihren Beitrag dazu leisten. Einen traditionellen Verwaltungsstandort, wie es die Stadt Löbau seit altersher ist, tot zu sparen, ist weder im Sinne der Bürger dieser Stadt noch kann es Ziel einer liberal geprägten Staatsmodernisierung sein."

24.02.2011